"Vom ewigen Streben nach Schönheit" und "Kämpfer für die Juwelen der Stadt"

04.10.2017

Pforzheimer Zeitung und Mühlacker Tagblatt berichten von der Jubiläumsveranstaltung.

Fotoausstellung

Die Ausstellung im Foyer des Mühlacker Rathauses zeigt eindrücklich das Engagement des Verschönerungsvereins in den vergangenen Jahrzehnten. Oberbürgermeister Frank Schneider (von links), Vorsitzender Veit Kibele, Ehrenvorsitzender Albrecht Münzmay und Erster Landesbeamter Wolfgang Herz nehmen die Bilder gleich in Augenschein.                                                                                   Foto: Schierling

Hier der Bericht in der Pforzheimer Zeitung von Bärbel Schierling

Vom ewigen Streben nach Schönheit

Verschönerungsverein in Mühlacker feiert sein 125-jähriges Bestehen. Langjähriger Kopf Albrecht Münzmay wird Ehrenvorsitzender.

Seit 125 Jahren besteht er nun, der Mühlacker Verschönerungsverein – und in dieser Zeit hat er das Stadtbild geprägt, wie wohl keine andere Gemeinschaft in der Senderstadt. Eindrücklich zeigt das die Ausstellung, die gestern im Foyer des Rathauses eröffnet wurde und die Bilder von jenen Denkmälern, Kunstobjekten, Brunnen, Schutzhütten und Gedenktafeln zeigt, die die Vereinsmitglieder in all den Jahrzehnten gestiftet haben.
Zuvor wurde das Jubiläum bei einer Matinee in der historischen Kelter gefeiert. Ein Ort, den es ebenfalls ohne das Zutun des Verschönerungsvereins heute nicht mehr gäbe, wie Vorsitzender Veit Kibele in seiner Begrüßung betonte. Denn die damalige Vorsitzende Erna Händle verhinderte den schon beschlossenen Abriss des heutigen Wahrzeichens der Stadt. „Die Rettung war glücklicherweise erfolgreich und so tat die Stadt dann auch rasch Buße und richtete hier die gute Stube ein für besondere Anlässe“, bestätigte auch Oberbürgermeister Frank Schneider in seinem Grußwort. Und noch um ein weiteres Wahrzeichen wäre die Stadt heute ohne das Engagement des Vereins möglicherweise ärmer: die Burg Löffelstelz. Erster Landesbeamter Wolfgang Herz nannte sie in seinem Grußwort gar „das Flaggschiff der Vereinsaktivitäten“. Diesem widmete dann auch Bauhistoriker Gerd Schäfer einen kurzweiligen, interessanten, humorvollen und sehr persönlich gehaltenen Impulsvortrag. Schließlich hatte er nicht nur in seinen jungen Jahren dort ein Musikfestival organisiert, sondern die Sanierung der Ruine auch als Bauleiter begleitet. „Sie ist für mich der Inbegriff von Heimat“, erklärte er. Kein Wunder also, dass er es sich nehmen ließ, den anwesenden Vertretern von Stadtverwaltung und Verschönerungsverein am Ende noch einen Denkanstoß mit auf den Weg zu geben. So regte er eine Schildmauer an, von der man dann den Blick ins Weite schweifen lassen könne.
Die Burg griff dann auch der neue Vorsitzende Kibele wieder auf, als er seinen langjährigen Vorgänger Albrecht Münzmay zum ersten Ehrenvorsitzenden des Vereins ernannte. „Für ihn war sein ehemaliger ‚Räuberspielplatz‘ eine Herzensangelegenheit“, erklärte er. Unter Münzmays Führung habe sich der Verein aber auch weiter entwickelt. Das zeigen nicht zu letzt die 40 Projekte und Vorhaben, die in seiner Amtszeit umgesetzt worden sind.
Dass der Verein trotz seines Alters modern geblieben ist und mit der Zeit geht, zeigt er auch an anderer Stelle: Der Internetauftritt www.vv-muehlacker.de hat zum Jubiläum ein neues Design erhalten.

Zitate:

"Man könnte den Verein auch durchaus als frühe Bürgerinitiative der besten Art bezeichnen" 

Oberbürgermeister Frank Schneider ließ in seinem Grußwort nicht unerwähnt,  dass der Verschönerungsverein sich auch um den ersten Freibadplatz an der Enz kümmerte, den dann in den 1920er-Jahren die Wasserfreunde weiter pflegten.

"Was über Mühlacker hinausgehend von Bedeutung ist, ist die Arbeit des Vereins als Ausdruck aktiven Bürgerengagements und praktizierten Bürgersinns."

Wolgang Herz, Erster Landesbeamter im Enzkreis

"Mit leeren Kassen kann man auch nichts verschönern. Alle unsere Maßnahmen sind nur möglich, weil es zu allen Zeiten Spender und Förderer gab, die dem Verschönerungsverein die notwendigen finanziellen Mittel zukommen ließen."

Vorsitzender Veit Kibele durfte dann auch gleich Geldgeschenke von Oberbürgermeister Frank Schneider und dem Ersten Landes-beamten Wolfgang Herz entgegennehmen.


Den Bericht des Mühlacker Tagblattes finden Sie hier:

Kämpfer für die Juwelen der Stadt

Verschönerungsverein Mühlacker blickt auf seine 125-jährige Geschichte zurück – Albrecht Münzmay zum Ehrenvorsitzenden ernannt

Das Mühlacker Tagblatt hat nachgelegt:

Blühender Ideenreichtum

Dieser Bericht in der Ausgabe vom 12. Oktober 2017 widmet sich in ausführlicher Form der Fotodokumentation "125 Jahre Verschönerungsverein Mühlacker".